Die positive und dunkle Macht der Gewohnheit

Die positive und dunkle Macht der Gewohnheit

Gewohnheiten beeinflussen die unterschiedlichsten Lebensbereiche. Sie prägen beispielsweise unser Konsumverhalten, unsere emotionale Denkweise und sind der Schlüssel zum Erfolg oder zum Scheitern.

Versprechen wie; „In 6 Wochen zur Traumfigur“, „Mit diesen Tipps werden Sie zum Millionär“, „Starte jetzt mit deinen neuen Vorsätzen“ – jeder von uns hat diese bereits gelesen, gehört und vielleicht sogar ausprobiert. Die Folge daraus? Meist Enttäuschung, Wut, Trauer, Unzufriedenheit.   

Doch warum scheitern die meisten Menschen gerade an solchen Herausforderungen?

Ganz einfach; der Homo sapiens zählt zur Ordnung der Primaten und damit zu den höheren Säugetieren. Im Laufe der Evolution entwickelte sich ein starkes Bedürfnis nach Ritualen und ein ausgeprägter Sinn nach Gewohnheiten. Nach heutigem Kenntnisstand ist das Essverhalten des Homo sapiens breit gefächert. Sie halten rund um die Uhr Ausschau nach Futter und zählen dabei zu den Allesfressern. Besonders Fast Food, Soft Drinks und Alkohol gehören in den meisten Fällen zur täglichen Nahrung.

Was sagt uns das nun; „Der Mensch ist ein absolutes Gewohnheitstier!“

… selbst dann, wenn uns die dunkle Macht unserer Angewohnheiten in den meisten Fällen dominiert und unser Verhalten negativ beeinflusst; selbst, wenn die eigenen Ziele und Absichten desjenigen dagegenstehen.

 „Dein Leben ist in diesem Moment nichts anderes als die Summe all deiner Gewohnheiten“

… es liegt also immer in der Hand jedes einzelnen, wie zufrieden oder unzufrieden das Leben verläuft. Wie also schafft man es, seine dunklen Routinen abzulegen und vermehrt positive entstehen zu lassen?

Zunächst erklären wir Euch kurz das Grundgerüst unsere Rituale. Sie bestehen aus einem Auslöser, einer Routine und einer Belohnung (Gewohnheitsschleife). Diese Schleife wird durch das Verlangen, das innere Streben nach der Belohnung angetrieben. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre;

Auslöser: Ich werde müde (bestimmter Zeitpunkt)

Routine: Ich gehe ins Bad, putze Zähne und mach mich Bettfertig

Belohnung: Ich habe ein frisches Gefühl im Mund, das ich mit schönen und gesunden Zähnen verbinde

Durch unsere positiven Angewohnheiten und Routinen finden wir Struktur, Sicherheit und wir können Ziele effektiv erreichen. Laut einer Studie des European Journal of Psychology, dauert es im Schnitt 66 Tage, bis eine neue Gewohnheit völlig automatisch abläuft. Jedoch ist die Zeitspanne immer von der Komplexität abhängig.

Es steht jedoch fest, dass uns die ersten Tage einer neuen Eigenschaft sehr schwerfallen und die meisten daraufhin die Motivation verlieren und aufgeben. Die Haltbarkeit der „guten Vorsätze“ ist jedes Jahr ein gutes Beispiel. Laut dem Stastista Research Department, setzt sich jeder 6. Deutsche zum Jahreswechsel neue Vorsätze. Davon hielten rund 14 % der Befragten ihr Vornehmen im Schnitt 3 Monate ein.

Im Grunde bedeutet das, dass uns unsere schlechten Angewohnheiten durchaus bewusst sind – es uns allerdings sehr schwer fällt diese zu ändern und abzulegen. Wie kann ich also diese Endlosschleife durchbrechen?

Das erfahrt Ihr im nächsten Blogeintrag, bei dem wir Euch ein Muster vorstellen, mit Hilfe Ihr Eure Gewohnheiten zum Positiven ändern und formen könnt!

Bis dahin, Euer Nippon Fitness

Quellen:

Dean, J. (2013). Making Habits, Breaking Habits: Why we do Things, Why we don’t and how to make any change stick, 13.

Wood, W., Quinn, J. & Kashy, D. (2002). Habits in everyday life: Thought, emotion and action. Journal of Personality and Social Psychology, 83, 1281 – 1297.

Lally, P., Van Jaarsveld, C. Potts, H. & Wardle, J. (2010). How are habits formed: Modelling habit formation in the real world. European Journal of Social Psychology, 40 (6), 998 – 1009.

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