Nippon – ErnährungsGuide – der Beginn!

Nippon – ErnährungsGuide – der Beginn!

[Über·ge·wicht] – |overweight| – „Eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts“

… in etwa so wird der Begriff Übergewicht definiert und doch wird es weitläufig als unwichtig wahrgenommen. Bereits mehr als 40 % der Deutschen sind übergewichtig, davon ist jeder zweite fettleibig. Adipositas bzw. Fettleibigkeit wird als so gesundheitsschädlich eingestuft, dass es als Krankheitsbild bezeichnet wird. Wie bereits beschrieben hängt ein „zu viel“ an Körperfett mit Krankheit zusammen. Krankheiten gibt es in unserer heutigen Zeit mehr als wir hier auflisten könnten. Wenn wir beispielsweise Begriff wie „Corona, Krebs, Schlaganfälle oder HIV“ hören, assoziieren wir diese sofort mit Furcht und Angst. Begrifflichkeiten wie Übergewicht, Fettleibigkeit und ungesunde Ernährung werden im Gegenzug als „nicht bedrohlich“ und sogar lästig empfunden.

Eine logische Frage, die sich daraus ergibt; Wer zum Teufel entscheidet sich bewusst und freiwillig für eine Krankheit und begünstigt diese auch noch jeden Tag?

Laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gaben rund 65 % der Befragten an, dass die Ernährung vor allem gesund sein soll. Die Motivation etwas zu ändern ist also zumindest da, doch das tatsächliche Essverhalten sieht ganz anders aus. Rund 50 % konsumieren täglich Wurst oder Fleisch, 40 % werfen bei schlechter Laune ihre Vorsätze direkt über Bord und starten die Fressorgie. Für jeden zweiten Bürger ist das Essen nur Nebensache! Besonders die Medien unterstützen diese Denkweise, in denen wöchentlich wechselnden Diäten vorgestellt werden, bei denen eine Tasse Tee getrunken wird und sofort 5 kg weniger auf der Waage stehen. Wenn man all diese Abnehmtrends und Tipps genauer betrachtet, fällt auf das die Ernährung sehr oberflächlich vermittelt wird. Diese Thematik ist allerdings so komlex, dass viele nicht wissen, wie und wo sie anfangen sollen.

Unser Nippon – ErnährungsGuide hilft Euch dabei die Grundlagen einer bewussten vollwertigen Ernährung zu verstehen. Wir möchten Euch wissenschaftliche Informationen vermitteln und dabei ein sinnvolles System entwickeln, bei dem eine gesunde Ernährung nicht mit Verzicht oder Anstrengung assoziiert wird.

Wir starten zunächst mit einer simplen Frage; Was ist der erste Gedanke, wenn man an Übergewicht und Abnehmen denkt?

„Verzicht, Anstrengung, Veränderungen, Ausgrenzung, Enttäuschung“

Bereits jetzt liegt meist ein fehlerhaftes Denken vor. Daher beginnen wir ganz von vorne!

Nehmen wir an wir essen ein belegtes Brötchen. Während wir ein erfüllendes Geschmackserlebnis genießen, beschäftigt sich unser Körper rigoros damit, alles Brauchbare, in unserem Fall aus dem belegten Brötchen, zu ziehen. Unser Körper funktioniert im Grunde nur mit einer ausreichenden Zufuhr von Energie. Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe sollten die Hauptlieferanten darstellen. Bereits beim mechanischen Kaufvorgang wird das belegte Brötchen in seine Einzelteile zerlegt, um daraus die besten Nährstoffe zu ziehen. Das Sprichwort; „Gut gekaut, ist halb verdaut“, trifft es dabei sehr gut, denn wie lange und intensiv gekaut wird bestimmen wir selbst. Im besten Falle kaut Ihr jeden Bissen mind. 30 Sekunden. Die Verantwortung für die optimale Vorbereitung der Nahrung auf die weiteren Verdauungsprozesse können wir mit solch einem kleinen Aufwand maßgeblich positiv beeinflussen. Während des Kauens werden körpereigenen Enzyme und Speichel produziert, die unter anderem einen günstigen Einfluss auf die Insulinproduktion hat.

Laut britischer Ernährungsforscher hat das intensive Kauen zudem einen entscheidenden Einfluss auf die Gewichtsreduktion. Das lange Kauen führt zu einer schnelleren Sättigung, bei der die insgesamt Menge der aufgenommenen Nahrung reduziert werden kann. Hier liegt leider die Betonung auf „kann“.  Jeder von uns kennt die Situation in dem der Bauch bereits so spannt das man am liebsten den Knopf der Hose aufmachen will und trotzdem gönnt man sich noch einen Nachtisch. Bereits in der Sekunde in dem wir Essen zerkauen, bestimmen wir darüber wie sich unser Essverhalten auswirkt, dass bedeutet, die Zerkleinerung der Nahrung bestimmt darüber ob wir uns gesättigt fühlen oder ob wir Opfer des bekanntes Heißhunger werden.

Was es damit auf sich hat und weshalb Insulin dabei eine entscheidende Rolle spielt erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Bis dahin die besten Grüße, Euer Nippon Fitness

Quellen:

Ladgevardi, R. (2012). Bewusstsein und Wahrnehmung: Ein kluger Leitfaden für ein längeres Leben. Books on Demand, 45 – 51.

Staudte, H. (2012). Ernährungswissenschaftliche Grundlagen der Mundgesundheit.

Peters, A. (2011). Das egoistische Gehirn: Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft. Ullstein eBooks.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.