Unsere Innere Uhr

Unsere Innere Uhr

Im Laufe der Evolution haben alle Organismen – vom Bakterium bis zum Menschen, biologische Rhythmen entwickelt, die von der „inneren Uhr“ und äußeren Zeitgebern, wie Temperatur und Licht, gesteuert werden. Als tagaktiver Primat ist der Mensch in hohem Maß von natürlichen Rhythmen gesteuert. Der Wechsel von Tag zu Nacht, der Wechsel zwischen Ebbe und Flut, die unterschiedlichen Mondphasen. All das sind natürlich vorgegeben Rhythmen, die sich über viele Millionen Jahre entwickelt haben und an denen sich jede Lebensart auf die eigene Art und Weise angepasst hat.

Bereits im 20. Jahrhundert wurden erste Hypothesen durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. So wurde eine Studie durchgeführt, bei dem Testpersonen mehrere Wochen in isolierten Räumlichkeiten ohne den Einfluss von Tageslicht verbrachten. Unter diesen Bedingungen zeigten die Teilnehmer weiterhin einen zeitlichen Rhythmus der sich am offensichtlichsten im Schlaf – Wach- Rhythmus bemerkbar machte. Es gibt bereits erstaunliche Erkenntnisse darüber, in wie fern Funktionen unseres Körpers durch die innere Uhr gesteuert und beeinflusst werden.

So gibt unser biologischer Zeitmesser zudem vor, ob wir eher „Morgenmenschen“ oder „Nachteulen“ sind. Personen die morgens mit Energie aus dem Bett springen, haben beispielsweise einen schnelleren Taktgeber. Nachteulen hingegen, fühlen sich erst in der zweiten Tageshälfte fit und aktiv und schlafen in den Morgenstunden gerne länger. Dies wird zum einen durch genetische Faktoren, aber auch durch das Alter und Geschlecht beeinflusst.

Unser biologischer Zeitmesser beeinflusst außerdem eine Vielzahl unterschiedlicher Prozesse im Körper; so unter anderem unsere Melatoninauschüttung (Schlafhormon), unser Wohlbefinden und unseren psychischen Zustand.

Die heutige Lebensweise die oftmals durch einen unregelmäßigen Rhythmus (Schichtdienst, Bereitschaftsdienst) geprägt ist, lässt unsere „innere Uhr“ allerdings durcheinander geraten. Nun stellt sich die Frage, wie man sie wieder ins Gleichgewicht bringen kann?;

Es gibt drei maßgebliche Faktoren, die einen Einfluss auf unsere innere Uhr haben;

– Ernährung, Bewegung und Schlaf –

Für jede dieser Faktoren gibt es aus Sicht der Wissenschaft geeignete Zeitpunkte. Nehmen wir an, wir ignorieren unsere chronobiologischen Bedürfnisse. Unser Körper macht uns darauf aufmerksam, in dem er unterschiedliche Symptome äußert; andauernde Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schmerzen und viele mehr. Das sind im Grunde Alarmsignale, denn unser Körper möchte uns damit sagen das etwas gewaltig schiefläuft.

„Hört auf Euren Körper und achtet darauf was er euch sagt“ – nur so können wir langfristig gesund bleiben. Wir werden daher im nächsten Beitrag auf eins der wichtigsten Themen eingehen…. seit gespannt!

Bis dahin die besten Grüße, Euer Nippon

Quellen:

Oster, H. (2007). Die innere Uhr. Ernährung – Wissenschaft und Praxis, 1(10), 451 – 453.

Podbregar, N. & Lohmann, D. (2012). Die innere Uhr – Was lässt uns ticken? 254 – 260.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.